Ein kurzer Unachtsamkeitsmoment oder ein Sturz im Haushalt: Für alleine lebende Senioren wird das schnell gefährlich. Ein Notrufsystem (in Österreich oft Rufhilfe genannt) schenkt Sicherheit – im Ernstfall reicht ein einziger Knopfdruck.
1. Wie funktioniert die Rufhilfe?
- Der Notrufknopf: Wird wie ein Armband oder eine Halskette getragen. Die Knöpfe sind wasserdicht (ideal für die Dusche).
- Die Basisstation: Steht zentral in der Wohnung. Dank integrierter SIM-Karte ist meist kein Festnetz-Anschluss nötig.
- Die Sprachverbindung: Nach dem Drücken stellt das Gerät sofort Kontakt zur Notrufzentrale her. Diese alarmiert Angehörige oder den Rettungsdienst.
2. Bekannte Anbieter in Österreich
Die Rufhilfe wird primär von etablierten Hilfsorganisationen bereitgestellt:
- Rotes Kreuz (Österreichweit der größte Anbieter)
- Arbeiter-Samariter-Bund
- Caritas, Hilfswerk & Volkshilfe
3. Was kostet ein Notrufsystem?
- Monatliche Gebühr: Je nach Anbieter ca. 29 € bis 40 € pro Monat (inkl. Gerät, Wartung & Notruf-Bereitschaft).
- Einmalige Einrichtung: Oft fällt zu Beginn eine Pauschale von ca. 19 € bis 35 € an.
- Schlüssel-Tresor: Optional wird oft ein kleiner Safe an der Haustür montiert, damit der Rettungsdienst im Notfall hineinkommt.
4. Gibt es finanzielle Unterstützung?
Die Krankenkasse (z. B. ÖGK) übernimmt die Kosten leider in der Regel nicht direkt. Allerdings gibt es andere Wege zur Finanzierung:
- Pflegegeld nutzen: Das monatliche Pflegegeld dient genau dazu, Sicherheitsmaßnahmen wie die Rufhilfe abzudecken.
- Landesförderung: Viele Bundesländer gewähren einkommensabhängige Zuschüsse.
- Steuerlich absetzen: Die Monatsbeiträge lassen sich oft beim Steuerausgleich geltend machen.
Fazit
Ein Hausnotruf nimmt Senioren die Angst vor dem Alleinsein und entlastet Angehörige spürbar. Wer sich unsicher ist, lässt sich am besten direkt beim örtlichen Roten Kreuz oder Samariterbund beraten!
